Hochtour - Monte Zebrú - 17. - 19. Juli 2009

16.09.2009, 17:31, SCD

Unsere diesjährige Hochtour führte uns auf die nicht so bekannte „Rückseite“ des Ortlermassivs, in die Nachbarschaft der der Königsspitze auf den Monte Zedrú.

Die Anreise über Reschenpass, Umbrailpass, Bormio und dem Valle Zebrú ist nicht gerade kurz, so dass darin wohl auch der Grund liegt, dass diese grandiose Tour nicht so häufig von bayerischen Tourengängern angegangen wird.

Der Wetterbericht hatte leider schon einen Wettersturz angekündigt, der auch noch pünktlich eintraf...

Beim Aufstieg zum Rifugio Quinto Alpini.

 

 


Nach einer durchaus „anregenden“ Anfahrt durch das Valle Zebrú mit dem Land Rover Taxi, konnten wir fast bis zur Hütte bei Sonneschein aufsteigen.
Der Morgen überraschte uns mit Schneeregen und Nebeltreibern.
An einen Aufstieg war nicht zu denken, so vertrieben wir uns den Tag in der Hütte und genossen die Gastfreundschaft des jungen Hüttenteams.
 

Das "Rover" Taxi ins Valle Zebrú

Am Nachmittag wollten wir dann doch schon etwas den Anstieg zum Gletscher erkunden und so stiegen wir noch auf, trotz Nebel und Schneetreiben. Nach einer Stunde hatten wir aber genug „nicht gesehen“ und kehrten zur Hütte zurück mit der Hoffnung, dass der Wetterbericht recht hatte mit der Aussicht auf Besserung am Sonntag.
 Tatsächlich im Morgengrauen zeigte es sich dass keine Wolke den Himmel trüben würde. Wir brachen auf und kamen recht flott voran, da schon eine größere Gruppe vor uns eine Spur durch den 30cm Tiefschnee gezogen hatte.
Morgenstimmung an der Rifugio Quinto Alpini.

 Weiter oben auf dem Zebrú Gletscher zeigte sich aber dass das Wetter doch nicht so strahlend war als es den Anschein hatte. Eine heftige kalte Höhenströmung ab etwa 3600 Meter ließ dichte Wolken um die Gipfel kondensieren. Der Gipfelaufschwung ist recht steil und fordert schon geübte Steigeisentechnik.

 

Leider zog der Nebel immer stärker herein, auch riet uns die schon absteigende Gruppe dazu abzubrechen, da der Fels zum Gipfel vereist war. Schweren Herzens drehten wir um und stiegen durch den schwerer werdenden Schnee ab.

Beim Abstieg

 

 

 

 

 

Höhensturm über dem Gipfel

 

 

Wie zum Spott zeigte sich weiter unten die Natur von der schönsten Seite. Sonne pur und kaum Wind.
Man merkte aber, dass um die Gipfel nach wie vor der Wind peitschte.
 

Durchs Valle Zebrú genossen wir nochmal die Land Rover Tour hinaus zum Parkplatz und eine Tasse Espresso oder Cappucino in der Sonne.

 

Anschließend fuhren wir dann über das Stilfser-Joch um uns auch noch die andere Seite des Massivs, den namens gebenden Ortler aus der Nähe zu betrachten.
 

Nach einem Zwischenhalt im Rifugio stiegen wir ab und entdeckten sogar noch massenhaft Edelweis.

 

   

 

 
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