Klettersteigtour - Elferkogel und Ilmspitze - 5.- 6.September 2009

16.09.2009, 18:32, SCD

Unsere Klettersteigtour führte uns diesmal ins Stubaital, in die Bergwelt um das Pinistal und Insbrucker Hütte.

Da die Tagesetappen schon als recht lang veranschlagt waren, ersparten wir uns die ersten 800 Höhenmeter durch Gondelbahnbenutzung. Vom Elferlift stiegen wir, an der Elferhütte vorbei, stetig aufwärts zu Elferturm und Elferkogel.

Das Wetter meinte es gut mit uns, denn trotz kühler Luft setzte sich immer mehr die Sonne durch und vertrieb zunehmend die Dunstschwaden, die noch in der Frühe um die Gipfel waberten...

Blick zu den Felsspitzen übern Pinistal.


Durch bizarre Felstürme führt der Anstieg zum Klettersteig. Man wähnt sich mehr in den Dolomiten als am Alpenhauptkamm angesichts der hell leuchtenden Kalkklippen des Masivs.

 

Schon bald war der Einstieg erreicht und mit schöner Routenführung an Kanten und Grate entlang gewann man flugs Höhe.
 

Der Charakter der Führe ist eine Überschreitung, so dass man auf dem Weiterweg auch durchaus anspruchsvolle Abstiege zu bewältigen hat.

 

Der Klettersteig ist ausgezeichnet abgesichert und offenbart imm wieder atemberaubende Tiefblicke.

 

Auf dem Elferkogel. 
 

Luftige Abstiege inbegriffen.

 Mit dem Zwölfernieder wurde dann der Sattel erreicht von dem der Weiterweg hinunter ins Pinistal und wieder hinauf zur Insbrucker Hütte führt.

Vierbeinige "Wegelagerer" am Zwölfernieder.

 

 Der nächste Tag begann mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt aber strahlen blauem Himmel. Schon recht bald ging's Richtung Ilmspitze und zum nächsten Klettersteeig weiter. Der Einstieg zeigte sich beeindruckend. Scheinbar durch unbezwingbarer Wand winder sich der Steig nach oben und lässt einem erst mal tief durchatmen. Gleich geht's rasant über mehrere Wandfluchten steil hinauf. Dann wird das Gelände etwas gestufter bleibt aber steil. Weiter, teils direkt am Grat, gewinnt man an Höhe. In eine Scharte hinein führt die Führe dann über eine tiefe Schlucht (Spreizschritt) zu einer steilen Wandstelle. Durch eine Rinne mit einem großen Klemmblock. An dem Block vorbeigeschlichen, erreicht man nach kurzen Aufschwüngen das Gipfelplateau.

Der Abstieg war auch nicht ohne und teilweise ausgesetzt. Wie erreichte dann um die Mittagszeit wieder die Insbrucker Hütte. Nach der Pause stiegen wir wieder ins Pinista ab und zur Pinishütte. Leider nun nochmal bergauf zum Elferlift, von dem wir uns dann gemütlich nach unten gondeln ließen. Resümee: toll, schwer, lang, schön.
 

 

Noch ein letzter Blick zu den Stubaier Gletscherbergen.



 

 
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